Atemtraining bei Kindern und Jugendlichen mit Fontan-Kreislauf

Herzkind Anton
Herzkind Anton

Ein gesundes Herz verfügt über zwei pumpfähige Herzkammern, die durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Bei dem Ein-Kammer-Herz steht dem Betroffenen nur eine funktionsfähige Herzkammer zur Verfügung. Die Körper- und die Lungenschlagader werden beide aus einer einzigen Herzkammer versorgt, in der sich Mischblut befindet.

Dieser Herzfehler kann anatomisch nicht korrigiert werden. Daher wird im Säuglings- und Kleinkindalter in mehreren Operationen ein Fontan-Kreislauf hergestellt. Dabei wird erreicht, dass das verbrauchte sauerstoffarme Blut unter Umgehung der funktionslosen Herzkammer direkt in die Lunge geleitet wird. Auf Grund einer unzureichenden Füllung des Herzens mit Blut aus der Lunge, leiden die betroffenen Patienten unter einer reduzierten körperlichen Leistungsfähigkeit, die im Laufe des Lebens progressiv abnimmt.

Erste Studien zeigen, dass atemzentriertes Training deutliche und anhaltende Verbesserungen der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit ermöglichen. Bei dieser Studie trainieren die Herzkinder sechs Monate täglich mit einem Atemtrainingsgerät. Das Training der Einatmungsmuskulatur wird täglich über 2x15 Minuten bei 30-60% der maximalen Inspirationskraft durchgeführt. Die Kinder können dabei zuhause üben, denn das Training wird durch speziell geschultes Personal der Klinik überwacht.

Die Ärzte erhoffen sich, die Auswirkungen eines regelmäßigen, einfachen, zuhause durchführbaren und für Kinder geeigneten Atemtrainings bei Fontan-Patienten zu ermitteln. Durch das spezielle Atemtraining soll die Atemmuskulatur gestärkt werden und so eine Steigerung der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität erzielt werden.

Für einen erfolgreichen Abschluss des Projektes werden rund 102.000 Euro benötigt. Spenden Sie jetzt!

 


Mehr Luft zum Leben: Atemtraining für kleine Herzpatienten