Behandlungsstrategien optimieren

Dr. Ingo Dähnert

Viele kleine Patienten werden schon im Säuglingsalter am Herzen operiert. Über die langfristigen Folgen der Eingriffe gibt es nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse. Dabei gibt es eine Reihe von wichtigen Fragen zu beantworten: Wie entwickelt sich die Krankheitsanfälligkeit und -häufigkeit? Wie verlaufen die psychomotorische und soziale Entwicklung der Kinder? Wie beeinflussen die Herzkrankheiten die Familien? Können die Herzpatienten ein weitgehend normales Leben führen? 

Die Spezialisten der Klinik für Kinderkardiologie, Universität Leipzig, Herzzentrum, genau diese Fragen. Wichtigstes Ziel ist es, aus den gewonnenen Ergebnissen die Behandlungsstrategien zu optimieren. Davon profitieren die herzkranken Kinder und ihre Familien.

Die ersten Ergebnisse der Studie, an der sich fast 75 % der angefragten Familien und Kinderärzte beteiligten, sind erfreulich. In der Mehrheit wachsen die operierten Kinder demnach ohne starke Beeinträchtigung ihres psychomotorischen Verhaltens auf. Auch die kognitiven Fähigkeiten sind weitestgehend normal. Zudem konnten die Experten einen negativen Einfluss auf das familiäre Umfeld nur bei wenigen Familien feststellen.

Um zu einem abschließenden Ergebnis zu gelangen, sind weitere Befragungen erforderlich. Schon bald können die Kinderherzspezialisten dann damit beginnen, erste Erkenntnisse für die Behandlungspraxis zu sammeln.

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