Intrakardiale Echokardiographie zur Vermeidung von Röntgenstrahlen bei Herzkatheter-Eingriffen bei kleinen Kindern

Die Durchführung von Herzkatheter-Eingriffen ist häufig mit einer relevanten Röntgenstrahlenbelastung verbunden, da die Lage der verwendeten Herzkatheter in Herz und Gefäßen üblicherweise per Röntgendurchleuchtung dargestellt werden müssen. Langfristig besteht ein Krebsrisiko als Folge einer Strahlenbelastung. Da es keinen Schwellenwert für die Strahlenbelastung gibt, unterhalb dessen ein Krebsrisiko völlig ausgeschlossen werden kann, sollten Röntgenstrahlen soweit wie möglich vermieden werden. Gerade bei jungen Patienten ist dieser Aspekt besonders relevant: Aufgrund der vergleichsweise längeren, noch vor ihnen liegenden Lebenszeit ist das Risiko höher, in dieser Zeit tatsächlich eine Krebserkrankung zu entwickeln.

In diesem Projekt sollen durch den Einsatz der modernen intrakardialen Echokardiographie Röntgenstrahlen vermieden und die Methode bei Herzkatheter-Eingriffen im Kindesalter etabliert werden. Zunächst wird dazu die intrakardialen Echokardiographie kontrolliert unter Röntgendurchleuchtung eingesetzt. Dann sollen die Katheter schrittweise durch röntgenstrahlenfreie intrakardiale Echokardiographie ersetzt werden. Die Reduktion der Röntgenstrahlenbelastung durch diese neue Technologie sowie mögliche Risiken werden evaluiert.

Derzeit gibt es weltweit wenig Erfahrung zum Einsatz dieser modernen Technologie bei Herzkatheter-Eingriffen im Kindesalter. Durch die hohe Expertise am Hessischen Kinderherzzentrum werden innerhalb weniger Monate erste Erfolge erwartet. Da jedoch der Einsatz von Röntgenstrahlen bei Herzkatheter-Eingriffen so fest etabliert ist, und sicherlich auch das interventionelle Risiko für den Patienten reduziert, sind insgesamt zwei bis drei Jahre notwendig, um spezielle Strategien für den Einsatz der intrakardialen Echokardiographie zu entwickeln.

Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 81.500 Euro. Spenden Sie jetzt!