Optische Kohärenztomographie (OCT)

Wenn eine Gefäßerkrankung das Spenderherz bedroht

Die „Transplantatvaskulopathie (TVP)“ ist die häufigste Ursache für das Versagen eines transplantierten Herzens. Dabei entstehen Verengungen und damit verbundene Durchblutungsstörungen in den Herzkranzarterien des Spenderorgans - die Folge ist das kurz- oder langfristig Versagen des Spenderherzens. Treten die ersten Symptome auf, ist die Erkrankung meist schon weit fortgeschritten und nicht mehr rückgängig zu machen. Je früher also eine TVP erkannt werden könnte, desto eher ist das transplantierte Herz zu retten und somit eine erneute Herztransplantation zu vermeiden.

Neue Methode auch für Kleinkinder geeignet

Im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojektes soll eine Methode etabliert werden, die eine Aussage über den Zustand der Herzkranzarterien von Spenderorganen bei Kindern ermöglicht. Mit Hilfe der „optischen Kohärenztomographie (OCT)" wird das Gefäß von innen auf Veränderungen der Gefäßwandstruktur und Verengungen untersucht. Mittels Laser und Nahinfrarotlicht entstehen klare und detaillierte Darstellungen der Strukturen im Gefäß und in der Gefäßwand. Dank der Bildinformationen können auch die Ursachen von Einlagerungen und Auflagerungen bestimmt werden. Die Methodik beinhaltet eine schnelle, nur wenige Sekunden dauernde Untersuchung. Auch lässt sich der Messkatheter in kleine Gefäße einbringen, weshalb die Methode insbesondere bei Kleinkindern gut anwendbar ist.

Für einen erfolgreichen Abschluss des Projektes werden rund 220.000 Euro benötigt. Spenden Sie jetzt!