Perioperatives Monitoring bei Neugeborenen und Säuglingen mit angeborenen Herzfehlern

 

Viele Kinder mit angeborenen Herzfehlern müssen sich bereits in den ersten Lebenstagen bzw. Monaten schweren Operation unterziehen. Komplexe Herzoperationen bei Neugeborenen und Säuglingen können zu möglichen neurologischen Komplikationen, Herz- und Niereninsuffizienz und Multiorganversagen führen, da immer unter Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine operiert werden muss. Durch das Aussetzen des Herzschlags kann es zu Mangeldurchblutung, Blutzerfall etc. kommen. Dies kann zu schweren und ggf. auch dauerhaften Schäden von Organen und speziell des Gehirns führen. Daher stehen in dieser Studie Strategien im Fokus, diese oftmals langfristigen, negativen Operationsfolgen zu senken und damit zu einer Verbesserung der Lebensqualität und Lebenserwartung der Kinder zu führen.

Nah-Infrarot Spektroskopie

Alle Neugeborenen und Säuglinge, die mittels Einsatz der Herz-Lungen Maschine eine korrektive Herzoperation erhalten, sollen in diese Studie eingeschlossen werden. Durch den Einsatz der Nah-Infrarot Spektroskopie (NIRS) wird ein nicht-invasives, kontinuierliches Monitoring der Sauerstoffgewebesättigung in verschiedenen Organen, wie Gehirn oder Niere, ermöglicht. Dieses Verfahren ist ausgesprochen schonend für die kleinen Körper. Zusätzlich werden die kleinen Kinder durch das Monitoring von Biomarkern (biologischen Merkmalen) aus dem Blut vor, während und nach der Operation begleitet. Auf diese Weise soll eine diagnostische Lücke ausgeschlossen werden. Ebenfalls wird der klinische Zustand der kleinen Patienten unter Berücksichtigung sämtlicher Organsysteme bei Entlassung erfasst sowie nach drei Monaten noch einmal überprüft.

Die geplanten Untersuchungen des Universitären Herzzentrums Hamburg (UHZ) in diesem Projekt erweitern den medizinischen Kenntnisstand durch ihre Messdichte sowie durch den Einsatz neuer Biomarker. Sollten sich hier klare Zusammenhänge ergeben, wäre dies ein Signal für den routinemäßigen operationsbegleitenden Einsatz der NIRS Messung bei Neugeborenen und Säuglingen, damit negative Entwicklungen früher erkannt werden können.

Um NIRS-Messung routinemäßig einsetzen und die Schäden besser vermeiden zu können, die solch ein komplexer Eingriff mit sich bringen kann, benötigen wir insgesamt rund 83.000 Euro. Helfen Sie uns jetzt, die Risiken einer Operation für unsere kleinsten Herzkinder zu senken. Spenden Sie jetzt!