Plötzlichen Herztod vermeiden

Mutter und Kind bei der Herzuntersuchung

Herzrhythmusstörungen frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln

Zwar sind die Kinderherz-Spezialisten heutzutage in der Lage, kleine Patienten auch mit komplexen angeborenen Herzfehlern erfolgreich zu operieren. Allerdings zeigen Studien, dass viele im Säuglings- und Kleinkindalter am Herzen operierte Kinder unter lebensbedrohlichen Spätfolgen leiden. Dabei stellen Herzrhythmusstörungen eine besonders große Gefahr dar. Langzeituntersuchungen kommen zu einem dramatischen Ergebnis: Herzrhythmusstörungen sind häufige Ursache eines plötzlichen Herztodes.

Leider erfolgt die Behandlung vieler Patienten heute noch relativ standardisiert, ohne die individuellen Risiken einzelner Kinder ausreichend zu würdigen. Eine wichtige Herausforderung ist es, Risikopatienten zuverlässig zu identifizieren. Denn diese benötigen eine individuelle Überwachung und Therapie. Nur so können die Ärzte Spätfolgen frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln.

Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Tübingen möchten wir Maßnahmen entwickeln, um die Risiken eines plötzlichen Herztodes – insbesondere hervorgerufen durch Herzrhythmusstörungen - zu minimieren. Die geplanten Untersuchungen sind für die Kinder weder schmerzhaft noch gefährlich und sollen deshalb bereits ab einem Alter von 3 Jahren erfolgen.

Die Forschungen kosten rund 250.000 Euro.