Berlin/Brandenburg

Aktuelle Forschungsprojekte:


Herz-Lungen-Training: Fitness für Herzkinder

 

Wir haben die herzkranke Vanessa bei ihrem Herz-Lungen-Training im Deutschen Herzzentrum Berlin begleitet. Mit dabei war der Boxweltmeister Ünsal Arik.

Status: In Teil 2 in dem von der Stiftung geförderten Projekt geht es um den Übergang vom individuellen Einzeltraining der Kinder und Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler (Teil 1) zum Gruppentraining (Teil 2). Das erlernte Training kann ein Leben lang fortgesetzt werden, so dass Kinder und Jugendliche mit einem Einkammerherz für ihr Leben fitter sind.

 

Deutsches Herzzentrum Berlin

Mit nur einer funktionsfähigen Herzkammer halbiert sich die körperliche Leistungsfähigkeit – das zeigen medizinische Studien. Manche Kinder mit angeborenem Herzfehler besitzen eine solche außergewöhnliche Anatomie. Infolge einer sogenannten Fontan-Operation in den ersten Lebensjahren pumpt bei ihnen lediglich eine Herzkammer das sauerstoffreiche Blut durch den Körper. Die erste korrigierende OP erfolgt in der Regel schon wenige Tage nach der Geburt. Das „verbrauchte“ venöse Blut gelangt so nur passiv, unterstützt durch die Atmung, in die Lunge.

Patienten mit Einkammerherzen sind schlapp und müde, haben Luftnot bei Belastung und Wassereinlagerungen. Ihre ohnehin geringe Belastbarkeit verschlechtert sich auf lange Sicht sogar. Das Herz erbringt weniger Pumpleistung, der Lungendruck erhöht sich. Bis zu einem kompletten Versagen des Kreislaufs ist es dann nicht weit. Ein zusätzliches Problem: Betroffene empfinden ihren körperlichen Zustand selten als bedrohlich, weil sie sich an ihre unzureichende Leistungsfähigkeit angepasst haben. Ihre körperliche Einschränkung gipfelt oft in sozialer Isolation. Medikamentöse Konzepte versagen häufig.

Mit kontinuierlicher sportlicher Betätigung können Patienten diesem Prozess aktiv entgegenwirken und ihre Leistungsfähigkeit sogar verbessern. Allerdings fehlte bislang eine Anlaufstation mit fachgerechter Betreuung. 

Sport ist für herzkranke Kinder und Heranwachsende nicht nur möglich, sondern auch sinnvoll, so die These der Spezialisten am Deutschen Herzzentrum Berlin. Das Forschungsprojekt an dem Dr. Stanislav Ovrutski arbeitet, baut darauf auf.

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Aber nicht jede Art von Bewegung ist zielführend.Während Sprints oder statische Belastung kontraproduktiv sind, wirken sich Schwimmen, Fahrradfahren und Atemübungen positiv aus. Bei Belastung unterhalb der individuellen maximalen Intensität kann sich der Körper langfristig an die besonderen Gegebenheiten des Einkammer-Kreislaufs anpassen. Die Füllphase der Herzkammer verlängert sich zum Beispiel, wenn das Herz unter Belastung weniger schnell schlägt. Yoga kann zusätzlich die richtige Atemtechnik trainieren. Die Bewegung der Muskeln wirkt grundsätzlich wie eine Pumpe und unterstützt den Blutfluss.

Ziel der Forscher ist es, ein angeleitetes Trainingsprogramm zunächst über eine Dauer von 18 Monaten aufzubauen: zwei Einheiten pro Woche für jeweils eine Stunde. Die gezielte Kombination aus Atemtherapie und körperlichem Training soll die kleinen Herzpatienten fitter für die Herausforderungen eines aktiven Alltags machen. Sie sollen ihre Leistungsgrenzen erfahren und lernen, Reserven angstfrei zu aktivieren, die sie bisher nicht kannten.  Das Programm soll den Grundstein legen und die Teilnehmer motivieren, ihr Training anschließend selbstständig fortzusetzen – ein Leben lang. Erwartet wird eine Verbesserung der Herz-Lungen Belastbarkeit und der Lebensqualität gegenüber den Ausgangswerten.

Ausblick

In einer zweiten Phase soll es verstärkt um das Gruppentraining der Kinder und Jugendlichen gehen. Dies wäre weltweit eine erstmalige Anwendung bei herzkranken Kindern. 

 

Teil 1: Die individuelle Beratung der herzkranken Kinder und Jugendlichen am DHZB ist finanziert! Danke an alle Unterstützer.


Helfen Sie uns das Fördervolumen von Teil 2 + 3 in Höhe von 169.000 Euro zu finanzieren. Jede Spende zählt!

 



EKG-Pflaster

Deutsches Herzzentrum Berlin

 

Die Stiftung KinderHerz fördert seit März 2020 ein weiteres wichtiges Projekt „Anwendungsbeobachtung eines neuen EKG-Pflasters bei Kindern und Jugendlichen mit Rhythmusstörungen“ (Projektleiter Dr. Björn Peters) am Deutschen Herzzentrum Berlin. Die Laufzeit beträgt 2 Jahre.

Kinder und Jugendliche können sowohl mit als auch ohne angeborenen Herzfehler an Herzrhythmusstörungen leiden. Das normale EKG stellt nur eine Momentaufnahme dar und kann nicht alle auftretenden Störungen erfassen. In dieser Studie soll eine neue Form des Langzeit-EKG´s (bis zu 72 Stunden) untersucht und für Kinder und Jugendliche etabliert werden. Anhand einer innovativen Technologie wird das Langzeit-EKG in Form eines Pflasterstreifens mit integrierten Elektroden und elektronischem Chip auf den Brustkorb des kleinen KIndes geklebt. Ein neuartiger EKG-Monitor beginnt dann mit der Aufzeichnung und weist eine Ableitung der elektrischen Signale des Herzens auf.  

Ziel ist die Verbesserung der Diagnostik als essentielle Grundlage für eine optimale Therapie von krankhaften Rhythmusstörungen im Kindes- und Jugendalter. Die Anwendbarkeit und der Nutzen dieser neuen „EKG-Pflaster“ sollen im Projekt geprüft werden.

Auch für dieses Projekt benötigen wir Ihre Unterstützung! Darum helfen Sie uns das Fördervolumen von insgesamt 30.000,00€ zu finanzieren! Jede Spende zählt! Herzlichen Dank!

 

  


Kühlung schützt

Schützt Kühlung während einer Herz-OP die Organe herzkranker Kinder

Psychische Belastungen von Eltern und Pflegepersonal in der stationären Betreuung von herzkranken Kleinkindern

Deutsches Herzzentrum Berlin

 

In der Förderregion Berlin/Brandenburg kooperieren wir mit der Klinik für angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie des Deutschen Herzzentrums Berlin.

In der Klinik werden seit mehr als 20 Jahren Patienten mit angeborenen Herzfehlern aller Altersstrukturen durch ein hoch spezialisiertes Team rund um die Uhr betreut. Das Behandlungsangebot umfasst das gesamte Diagnose- und Therapiespektrum für angeborene Herzfehler jeglicher Komplexität.

Mit jährlich etwa 500 Herzoperationen, davon fast 50% bei Neugeborenen und Säuglingen, liegt die Klinik für Angeborene Herzfehler und Kinderkardiologie in Europa in der absoluten Spitzengruppe vergleichbarer Zentren.

Deutsches Herzzentrum Berlin

Klinik für angeborene Herzfehler
Prof. Dr. Felix Berger
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Telefon: 030 / 45 93 2800
Telefax: 030 / 45 93 2900


Neue Chancen für herzkranke Kinder - Forschung am DHZ Berlin