3 Fragen an unsere Kinderherz-Spezialisten

Tag für Tag kämpfen Sie für herzkranke Kinder. Helden des Alltags für unsere Herzkinder. Sie betreuen ihre Patienten tagtäglich mit viel Know-how und sehr viel Hingabe. Die Herausforderung ist groß, jeden Tag aufs Neue. Dank jahrelanger Erfahrung, viel wissenschaftlicher Forschungsarbeit und innovativer Technik bekommen viele kleine Herzpatienten erst die Chance auf eine Kindheit.

Die Stiftung KinderHerz unterstützt die Kinderherz-Zentren, die Forschungsprojekte und pflegt ein großes Netzwerk an Experten für einen regen Wissensaustausch. Nachfolgend lesen Sie kurze Statements unserer Spezialisten aus den Kinderherz-Zentren, aus Wissenschaft und Forschung, aus allen relevanten Themenbereichen. Aktuell greifen wir das Thema Corona auf. Lesen Sie selbst.

  

3 Fragen an Prof. Ovroutski

Uns erreichen immer wieder Fragen von Eltern mit Fontan-Kindern. Sie fragen: 

1.  Haben Fontan-Patienten ein erhöhtes Risiko in Bezug auf Corona? 

2.  Ist die Beatmung bei Fontan-Patienten, wenn Sie sich keinem operativen Eingriff unterziehen müssen, mit einem besonderen Risiko verbunden? 

3.  Sollten Familien mit Fontan-Kindern sich in der Corona-Zeit einer besonders strengen Isolation/Quarantäne unterziehen?

Prof. Dr. 
Ovroutski ist Oberarzt in der Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin. Hier sind seine Antworten. 

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3 Fragen an Dr. Claudia Schmidtke

Frau Prof. Dr. Claudia Schmidtke ist seit Januar 2019 Patientenbeauftragte der Bundesregierung. In dieser wichtigen Funktion beantwortet sie hier unsere Fragen:

 

SKH: Frau Prof. Schmidtke, in Ihrer Funktion als Patientenbeauftragte der Bundesregierung warnten Sie kürzlich davor, Vorsorgeuntersuchungen wegen der Corona-Epidemie nicht wahrzunehmen. Gerade unsere Herzkinder haben häufig einen straffen Vorsorge- und Kontroll-Plan. Was empfehlen Sie den Eltern?

 

CS: "Ich rate betroffenen Eltern, die Kontroll- oder Vorsorgeuntersuchung ihrer Kinder in jedem Fall wahrzunehmen. Termine, die aufgrund der Corona-Epidemie verschoben wurden, sollten zügig nachgeholt werden. Durch umfangreiche Maßnahmen sind die Abläufe in den Arztpraxen und Krankenhäusern mittlerweile so gestaltet, dass die Sicherheit der jungen Patientinnen und Patienten gewährleistet werden kann. Notwendige Behandlungen, Untersuchungen zur Kontrolle und Vorsorge sowie Impfungen können ohne Angst vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus durchgeführt werden. Bei bestehenden Zweifeln sollten Eltern Kontakt mit ihrem behandelnden Haus- oder Facharzt aufnehmen. Der persönliche Austausch mit der Ärztin oder dem Arzt kann helfen, Ängste abzubauen und gemeinsam individuelle Lösungen zu finden."

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3 Fragen an Jean Pütz

SKH: Corona beschäftigt uns alle und beeinflusst unseren Alltag. Der wissenschaftliche Kenntnisstand ändert sich laufend. Umso wichtiger ist es, relevante Informationen zu erhalten.
Welche Informationsquellen nutzen Sie persönlich?

JP: Ich nutze den direkten Kontakt zu Wissenschaftlern, renommierte Wissenschaftsinstitute wie Max Planck, Fraunhofer usw., Universitäten und Presse-Agenturen als Quelle. Ebenso bin ich Mitglied bei den „Netzwerk Recherche-Journalisten“, die immer aktuelle Informationen erhalten. Als Mitglied und Gründer der Wissenschaftspressekonferenz (WPK.org) ist dies für mich eine weitere wichtige und verlässliche Organisation für wissenschaftliche Informationen.

SKH: Sie haben selbst ein kleines Kind. Wie erklären Sie die Einschränkungen und Herausforderungen kindgerecht?

 

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3 Fragen an Prof. Dr. Boris Augurzky

Prof. DrAugurzky und sein Team beiRWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung haben im Rahmen des Hauptstadt Kongress 2020 den aktuellen Krankenhaus-Rating Report vorgestellt. Der Report untersucht die Situation der Krankenhauslandschaft in Deutschland aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten 

 

SKH: Prof. AugurzkySie gehen im aktuellen Krankenhaus Rating Report2020 davon aus, dass ab 2022 verstärkt mit Klinikinsolvenzen zu rechnen ist.  

Wie kommt es zu dieser Annahme? 

BA: Im Herbst 2021 haben wir Bundestagswahl. Die Regierungskoalition wird daher schauen, dass bis dahin keine spürbaren Belastungen bei den Beitragszahlern der GKV und bei Krankenhäusern ankommen, um die eigenen Wahlchancen nicht einzutrüben. Das heißt, man wird versuchen, mit Steuermitteln die GKV zu stabilisieren. Danach werden die Karten neu gemischt und aufgrund wegbrechender Beitragseinnahmen stehen sowohl höhere Beitragssätze als auch Kosteneinspargesetze an, wie wir sie auch aus den 0er Jahren kennen. Für Krankenhäuser wird es dann enger, zumal die Löhne aufgrund des Fachkräftemangels weiterhin überproportional wachsen dürften.

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