Schützt Kühlung während einer Herz-OP die Organe?

 

So vielfältig angeborene Herzfehler in Erscheinung treten, so vielfältig sind die Forschungsprojekte, welche die Stiftung KinderHerz unterstützt. Je mehr Experten an einem Thema zusammenwirken, desto besser kann jedes Krankheitsbild erforscht und jeder kleine Patient optimal behandelt werden. Die Stiftung unterstützt diese Herangehensweise ausdrücklich, indem sie die Kinderherz-Zentren miteinander vernetzt.

 

Der Körper bildet während der Kühlung schützende Proteine

Am Deutschen Herzzentrum in Berlin wird der Frage nachgegangen, was es bedeutet, einen sprichwörtlich kühlen Kopf zu bewahren. Zum Schutz der Organe von Kindern, zum Beispiel bei Herzoperationen, senken die Ärzte bewusst die Körpertemperatur um wenige Grad herab. Sie vermeiden durch den so reduzierten Stoffwechsel das Absterben von Zellen. Gleichzeitig bildet der Körper während der Kühlung schützende Proteine. „Welche genauen Mechanismen diesen Schutzmechanismus in den Zellen bewirken, ist allerdings noch nicht vollständig erforscht. Das möchten wir ändern“, sagt Projektleiterin Dr. Katharina Schmitt.

 

Die Gehirne von Säuglingen sind besonders empfindlich

Die Kühlung kann aber auch unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen, zum Beispiel Herzrhythmusstörungen. Zudem besteht die Gefahr, dass das Gehirn Schaden nimmt, wenn die Durchblutung wieder ihr Ursprungslevel erreicht. Diesen Reperfusion genannten Vorgang können die Experten noch schlecht kontrollieren. Die Gehirne von Säuglingen sind besonders empfindlich. Sie haben einen hohen Blutfluss und Energiebedarf. „Wir wollen deshalb Medikamente entwickeln, die den schützenden Effekt der Kälte bewirken, ohne den kindlichen Organismus durch die Absenkung der Körpertemperatur zu belasten“, erklärt Dr. Schmitt. Mit Hilfe eines Zellkulturmodells und einer Hypoxie-Kammer soll der Kühlungseffekt simuliert werden.

 

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