Hirnwachstum und neurologische Entwicklung

Werdende Eltern erfahren, dass ihr Kind mit einem komplexen Herzfehler auf die Welt kommen wird. Eine Schock-Diagnose. Die gibt es öfter als gedacht, denn komplexe angeborene Herzfehler (CHD) sind häufiger als vermutet wird.

Projektort:
Deutsches Herzzentrum München

Zeitplan:
32 Monate

Projektleitung:
Prof. Dr. Bettina Reich
 

Fördervolumen:
87.800 €

Früherkennung schon in der Schwangerschaft

Es ist wichtig, angeborene Herzfehler früh zu erkennen, um zum richtigen Zeitpunkt mit der Behandlung beginnen zu können. Durch die Weiterentwicklung der Ultraschalldiagnostik entdecken unsere Herzspezialisten viele schwere Herzfehler heute schon vor der Geburt. Das ist gut, weil die medizinische Versorgung des Kindes während und nach der Geburt dann schon genau geplant werden kann.

„Ziel ist es, Herzkindern durch kontinuierliche Optimierung der medizinischen Versorgung und mit Untersuchungen zur Hirn- und körperlichen Entwicklung einen bestmöglichen Start zu gewährleisten und ihre Lebensqualität langfristig zu verbessern.“

 Prof. Dr. Bettina Reich

Durch medizinische Forschung wird aus Überleben Lebensqualität

Vorausgehende Studien haben gezeigt, dass besonders die Hirnentwicklung schon in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle spielt und wie sich Kinder mit angeborenem Herzfehler neurologisch weiterentwickeln. Eine in Längsrichtung verlaufende Bildgebung in der fetalen und frühen Neugeborenenphase kann helfen, den Beginn einer veränderten Gehirnentwicklung zu identifizieren. In Kombination mit entwicklungsneurologischen Untersuchungen in der frühen Kindheit, können die Auswirkungen von Hirnverletzungen und Entwicklungsverzögerungen auf die motorische, kognitive und verhaltensbedingte Leistung bewertet werden.

 

Oft müssen Kinder, die mit einem Herzfehler auf die Welt kommen, bereits unmittelbar nach der Geburt operiert werden.

Am MRT-Gerät simuliert Projektleiterin Prof. Dr. Bettina Reich die Untersuchung hinsichtlich Hirn- und körperlicher Entwicklung.

Früherkennung hilft Leben retten

Übrigens: Mit 88 Euro können Sie eine
wertvolle Forscherstunde finanzieren

Ziel unserer Studie ist es, die MRT Diagnostik am ungeborenen Kind (Herz und Hirn) und im frühen Lebensalter (bis 12 Monate) als wichtigen Baustein in der vor- und nachgeburtlichen Diagnostik bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern zu etablieren. In allen Phasen sollen Risikofaktoren individuell erfasst werden und mit den entwicklungsneurologischen Ergebnissen mit Erreichen des 1. Lebensjahres in Verbindung gesetzt werden. Zu wissen, wann und – vor allem - was für eine Reifungsverzögerung und evtl. beeinträchtigte Hirnentwicklung verantwortlich ist, ermöglicht frühzeitige therapeutische Ansätze. Damit bei Kindern, vom Moment der Diagnose an, die komplexen angeborenen Herzfehler optimal behandelt werden können. 

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