Lebensrettende Hilfslieferung in schwierigen Zeiten

Wie die Stiftung KinderHerz das Klinische Kinderkrankenhaus in Kiew unterstützt

Ein Krankenhaus im Ausnahmezustand

Der Krieg in der Ukraine hat das gesamte Gesundheitssystem vor große Herausforderungen gestellt – besonders Kinderkliniken stehen unter Druck. Auch im Kinderkrankenhaus Nr. 7 des Bezirks Petschersk ist die Belastung zu spüren: Versorgungsengpässe, steigende Patientenzahlen und die ständige Notwendigkeit, auf Notfälle vorbereitet zu sein, bestimmen den Alltag der Ärztinnen und Ärzte. „Wir haben viele Kinder, die durch den Krieg zusätzlich belastet sind – sei es durch die Flucht, Verletzungen oder den eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung in anderen Regionen“, berichtet Olga Kostenko, die amtierende Direktorin des Krankenhauses. „Trotz aller Widrigkeiten kämpfen wir dafür, dass jedes Kind die bestmögliche Behandlung erhält.“

Eine wertvolle Unterstützung kam jetzt von der Stiftung KinderHerz, die das Krankenhaus mit dringend benötigten medizinischen Geräten und Materialien versorgte. Die gelieferten Hilfsgüter machen einen spürbaren Unterschied – für die wichtige Arbeit der Ärzte, und vor allem für die kleinen Patienten, deren Überlebenschancen dadurch deutlich steigen. 

Moderne Technik für eine bessere Versorgung

„Wir sind unglaublich dankbar für das Equipment, das uns die Stiftung KinderHerz zur Verfügung stellt“, sagt die Klinikdirektorin mit Nachdruck: „Die ungebrochene Hilfsbereitschaft der Menschen in Deutschland bewegt uns sehr.“ Ein Teil der neuen Ausrüstung ist ein modernes Ultraschallgerät: „Das verbessert unsere diagnostischen Möglichkeiten erheblich“, erklärt Kostenko. „Gerade in einem Umfeld, in dem schnelle und präzise Diagnosen über Leben und Tod entscheiden können, ist es von unschätzbarem Wert.“ Besonders Kinder mit schweren Erkrankungen – von Herzfehlern bis zu inneren Verletzungen – profitieren davon.

Neben dem Ultraschallgerät bekam das Krankenhaus auch ein Radiofrequenz-Koagulationssystem – eine Technik, die hochfrequenten Wechselstrom nutzt, um bei operativen Eingriffen Blutungen effektiv zu stillen. Zudem enthielt die Hilfslieferung der Stiftung KinderHerz chirurgische Instrumente. „Unsere Chirurgen haben die neuen OP-Bestecke sofort in Gebrauch genommen“, berichtet Kostenko. „Sie erleichtern uns die Arbeit enorm – insbesondere bei komplizierten Eingriffen im Kiefer- und Gesichtsbereich, aber auch bei Notoperationen an inneren Organen und dem Herzen. Gerade bei unseren kleinen Patienten zählen die präzisen Operationsmethoden. Die feinen Pinzetten und Zangen helfen uns, noch sicherer zu arbeiten: Die moderne medizinisch-technische Ausstattung machte es in den letzten Tagen möglich, ein dreijähriges Kind besonders schonend zu operieren.“ 

 

Hilfe, die Leben rettet – aber der Bedarf bleibt groß

Trotz der wertvollen Unterstützung bleibt die Situation für das Kiewer Kinderkrankenhaus weiterhin angespannt – und die Liste der benötigten Hilfsmittel ist lang: Angefangen bei Verbrauchsmaterialien über Medikamente wie Antibiotika bis zu medizinischen Geräten, die für eine gezielte Diagnostik und die lebensrettenden Behandlungen dringend erforderlich sind. Unter anderem spezielle thorakale Stative, die als Halterung für verschiedene chirurgische Instrumente und Geräte dienen, die bei komplexen Eingriffen im Thorax benötigt werden. „Ohne dieses Equipment können wir bestimmte Operationen im Brustbereich oft nur unter erschwerten Bedingungen durchführen“, erklärt Kostenko. 

Auch für die Rehabilitation von Kindern mit Nerven- oder Muskelschädigungen fehlt wichtige Ausstattung. Hier wäre ein Elektromyograf eine große Hilfe: Mit dem medizinischen Diagnosegerät lässt sich die elektrische Aktivität von Muskeln genau messen und aufzeichnen. „Damit könnten wir den Muskelzustand besser beurteilen, Funktionsstörungen im Bewegungsapparat und im nervlichen Bereich deutlicher erkennen und individuelle Reha-Pläne erstellen“, so die Direktorin. „Wir haben Patienten, die nach schweren Unfällen oder Erkrankungen wieder laufen lernen müssen. Die richtige Ausrüstung ist hier entscheidend, um ihnen wortwörtlich wieder auf die Beine zu helfen.“

 

Lichtblicke in schwierigen Zeiten

Dank der Stiftung KinderHerz konnte bereits viel erreicht werden – doch es bleibt noch viel zu tun. „Unsere Klinik ist ein Ort, an dem Kinder aus der ganzen Ukraine Hilfe finden – auch solche, die ihre zerstörten Heimatorte verlassen mussten oder aus sozial schwachen Familien kommen“, sagt Kostenko. „Für diese Familien ist es entscheidend, dass wir ihnen auch weiterhin eine hochwertige und kostenlose medizinische Versorgung anbieten können.“

In einer Zeit, in der so vieles ungewiss ist, bleibt eines sicher: Die Ärztinnen und Ärzte des Kinderkrankenhauses Nr. 7 werden nicht aufhören, für ihre kleinen Patienten zu kämpfen. Jeden Tag, mit all ihrer Kraft, ihrem Wissen – und der Unterstützung von Partnern wie der Stiftung KinderHerz, die verlässlich an ihrer Seite stehen. „Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie unendlich dankbar wir für diese Kooperation sind – ein Lichtblick in diesen schlimmen Zeiten“, sagt Kostenko abschließend. „Jede Spende, jede Hilfslieferung hat einen spürbaren Effekt: Sie retten Leben und schenken den kranken Kindern in der Ukraine eine echte Zukunftsperspektive.“

 

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