„Alle Herzkinder haben den bestmöglichen Start ins Leben verdient“

PD Dr. Annette Wacker-Gußmann über ihre Herzstudie in München

Mit innovativer Grundlagenforschung zum Erfolg

Alles begann mit einer Reise über den Atlantik: Vor etwas mehr als zehn Jahren war Annette Wacker-Gußmann als Forscherin in den USA. Dort lernte sie erstmals die fetale Magnetkardiographie kennen. Mit dem neuartigen Untersuchungsverfahren, so erklärten ihr Kollegen vor Ort, könne man passiv Herzprobleme bei Kindern im Mutterleib diagnostizieren und den plötzlichen Herztod der Allerkleinsten verhindern. „Das hat mich tief beeindruckt“, erinnert sich Wacker-Gußmann. „Denn bis heute gibt es immer noch Schwierigkeiten bei der Untersuchung von Herzproblemen bei Kindern. Wir haben es als Menschen auf den Mond geschafft, aber noch immer sind wir nicht in der Lage, ein vernünftiges EKG eines kleinen Herzens zu schreiben.“

Nichtinvasive Untersuchungsmethode mit mehr Komfort

Daher ließ sie die nichtinvasive Untersuchungstechnik auch in den folgenden Jahren nicht los. „Dann lernte ich einen Physiker kennen, der einen neuen Ansatz entwickeln wollte. Wir haben uns zusammengetan und ein neues, kostengünstigeres System konzipiert. Es arbeitet mit einer speziellen Lichttechnologie für die Aufzeichnungen, seine Magnetabschirmung ist groß und das Gerät ist geräumig“, so Wacker-Gußmann. „Denn das Wichtige ist doch, dass sich die schwangeren Patientinnen sicher fühlen.“

Zugleich bietet die Technik noch weitere Vorteile: Sie ist günstiger als die Geräte in den USA, die dort bereits für klinische Untersuchungen zugelassen sind. Dies ist auch das Ziel für Wacker-Gußmanns Untersuchungsgerät. Dafür führt sie am Deutschen Herzzentrum München eine fünfjährige Studie unter dem Titel „Wenn das Herz der Allerkleinsten aus dem Takt gerät“ durch. „Wir untersuchen schwangere Frauen, die ein Kind mit Herzfehler oder Herzrhythmusstörung erwarten“, erläutert Wacker-Gußmann. „Dabei versuchen wir das Abschirmungskonzept, die Lichtsensoren sowie die Datenanalyse zu verbessern. Zu einem späteren Zeitpunkt wollen wir auch KI für die Analyse einsetzen, dafür müssen wir aber erst einmal alle relevanten Daten etablieren.“

Impulse für die Zukunft

Mit dem Projekt will PD Dr. Wacker-Gußmann zur Weiterentwicklung der Kinderherzmedizin insgesamt beitragen: „Ich wünsche mir, dass unsere Grundlagenforschung Impulse für eine zukunftsweisende Medizin leistet und den Herzkindern den bestmöglichen Start in eine gute Zukunft bietet. Meine Kollegen und ich geben tagtäglich alles, um ihnen ein unbeschwertes Leben im Kreise ihrer Familie zu schenken. Ich freue mich immer wieder darüber, mit diesem innovativen Projekt, das jetzt seinen Anfang genommen hat, etwas dazu beizutragen, dieses Ziel mit der Stiftung KinderHerz an meiner Seite zu erreichen.“

Herzkrankheiten entwickeln sich oft schon im Mutterleib. Mit besseren Untersuchungen für die allerkleinsten Patienten können Komplikationen vermieden werden.

Zum Projekt

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