Kunst mit Herz

Wie kleine Keramikfiguren herzkranken Kindern helfen

Wenn das eigene Glück nicht selbstverständlich ist

Detlef Peltzer ist Unternehmer. Er hat einen erwachsenen Sohn, ein gesundes Enkelkind, Erfolg im Beruf – kurzum: ein erfülltes Leben. Aber er weiß auch, dass es neben der eigenen Lebenswelt noch eine andere gibt: Familien, die mit großen Sorgen und Herausforderungen leben. Besonders nahe geht ihm das Schicksal von Kindern, die mit einem kranken Herzen geboren werden. Wenn er an die Eltern denkt, die verzweifelt um ihr Kind bangen, berührt ihn das tief.

Peltzer spricht offen darüber, dass viele Menschen die unangenehmen Seiten des Lebens lieber ausblenden. „Wir verschließen uns oft vor den Dingen, die man nicht so gerne sieht“, sagt er. „Man lebt eben in seiner eigenen Blase und verliert dabei schnell aus dem Blick, was um einen herum passiert.“ Auch Peltzer kennt dieses Gefühl und zieht für sich eine andere Konsequenz daraus: „Wenn es dir selbst und deinem Umfeld gut geht, wie kannst du mit dem Erfolg, den du dir erarbeitet hast, auch für andere mehr erreichen?“

Forschung, die Zukunft schafft

Dieser Gedanke führt ihn schließlich zur Stiftung KinderHerz: Denn Detlef Peltzer möchte von seinem Glück etwas zurückgeben. Und zwar dort, wo er sich sicher sein kann, langfristig etwas Positives zu bewirken. Bei der Stiftung findet er genau diesen Ansatz. Besonders überzeugt ihn, dass mit den Spendengeldern die Kinderherzforschung den notwendigen Rückenwind bekommt – für ihn ist das eine der sinnvollsten Formen von Wohltätigkeit: „Das Geld, das wir heute in neue medizinische Erkenntnisse und Entwicklungen investieren, kann morgen ganz konkrete Chancen für Kinder und ihre Familien schaffen.“

Je mehr er über die Arbeit der Stiftung KinderHerz erfährt, desto mehr weiß er: Hier möchte er sich einbringen. Einen wichtigen Anteil daran hat auch die persönliche Begegnung mit Sylvia Paul. „Sie hat mich richtig angezündet“, sagt Detlef Peltzer nach dem Gespräch mit der Vorstandsvorsitzenden der Stiftung. Ihre Energie und ihre Leidenschaft für die Sache stecken ihn an – und aus dem Wunsch zu helfen, wird der konkrete Entschluss, selbst etwas für die Herzkinder auf die Beine zu stellen.

Eine Idee, die bleibt

Für Detlef Peltzer ist schnell klar, dass er mehr tun möchte, als einfach nur zu spenden. Er möchte die Stiftung KinderHerz nachhaltig unterstützen – mit seinen eigenen Ideen und den Möglichkeiten, die ihm zur Verfügung stehen. Die Antwort findet er in den keramischen Skulpturen des belgischen Künstlers Luc De Maeght, die er in seiner Galerie in Ratingen ausstellt und verkauft: Die Köpfe und Hände der Saint of Love sind als Herzen gestaltet, sie stehen für Liebe, für Freundschaft und für das Miteinander. Für Peltzer war die Verbindung sofort spürbar: „Was könnte besser zu einer Stiftung passen, die sich für herzkranke Kinder starkmacht?“

Bei gemeinsamen Benefizveranstaltungen sollen die Figuren verlost oder versteigert werden. Auch beim Verkauf über seine Galerie fließt ein Teil des Erlöses als Spende an die Stiftung. Für einige Stücke hat Detlef Peltzer prominente Partner und bekannte Persönlichkeiten wie Axel Schulz gewinnen können, die die Figuren individuell gestalten und signieren. „Das Besondere für mich ist, dass die Skulpturen über den Moment hinaus wirken. Sie finden ihren festen Platz im Zuhause eines Menschen und werden so zu bleibenden Botschaftern für die Herzkinder. Ihre Symbolkraft und ihre Dauerhaftigkeit helfen dabei, die Arbeit der Stiftung KinderHerz und die Anliegen der Herzkinder dorthin zu tragen, wo sie noch viel stärker gehört werden müssen: mitten hinein ins Leben.“

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