Immer auf der Suche nach dem nächsten Schatz

Mit alten Schätzen neues Leben schenken – Kornelia Wirtz macht genau das möglich.

Ein Leben voller Verantwortung

Verantwortung zu tragen, ist für Kornelia Wirtz nichts Neues: 35 Jahre lang leitete sie die Bauaufsichtsbehörde in ihrer Nachbarkommune. „Da blieb neben Beruf und Familie keine Zeit für Ehrenamt“, erzählt sie. Erst mit dem Ruhestand 2018 öffnete sich für sie ein neues Kapitel. „Mir war klar, dass ich meine freie Zeit sinnvoll einsetzen möchte.“ Über ihre langjährige Freundin Sylvia Paul, Vorstand der Stiftung KinderHerz, fand sie den Weg ins Ehrenamt. „Sie fragte mich, ob ich Lust hätte, für die Stiftung aktiv zu werden. Und ich habe sofort zugesagt.“

Schätze, die Geschichten erzählen

Seither verwandelt Kornelia Wirtz Nachlässe und Sachspenden in Spendenbeträge. Was bei ihr auf dem Schreibtisch landet, ist so bunt wie das Leben selbst: Silberbesteck, Porzellanfiguren, Kerzenleuchter, Gemälde, aber auch ganze Kisten voller Parfum und Kosmetik. „Das kommt von Zeitungen oder Magazinen. Dort werden die Produkte für Fotos gebraucht – und anschließend gesammelt an die Stiftung weitergegeben“, erzählt sie. Ihre Aufgabe ist es, all das zu sichten, zu bewerten und zu verkaufen. „Zuerst inventarisiere ich alles, damit der Überblick nicht verloren geht, und ermittle die Preise – das Recherchieren ist oft aufwendiger als der Verkauf selbst. Aber es macht Spaß. Und es hält meinen Kopf fit.“

Besonders wertvolle Stücke gibt Kornelia Wirtz ins Auktionshaus, anderes findet über Plattformen wie eBay oder Vinted neue Besitzer. Welche Summen dabei manchmal zusammenkommen, erstaunt selbst die erfahrene Schatzsucherin: So brachte ein Silberbesteck einmal fast 10.000 Euro ein. „Das sind schon beachtliche Beträge. Aber oft sind es auch nur kleine Dinge – und trotzdem zählt jeder Euro.“ Doch nicht alles lässt sich gut verkaufen: „Die vier Ps – Pelze, Perser, Perlen und Porzellan – sind gerade kaum noch gefragt. Da heißt es Geduld haben und auf bessere Zeiten warten.“ Verlässlicher sind Edelmetalle: „Gold und Silber behalten ihren Wert. Notfalls kann man die Stücke einschmelzen lassen.“ Und manchmal entdeckt sie auch echte Raritäten: „Einmal hatte ich einen Ring, der sich auseinanderziehen ließ und sich in ein Armband verwandelte. Zuerst wusste ich gar nicht, was ich da in der Hand hielt – und am Ende stellte sich heraus, dass er viel wertvoller war, als gedacht.“

Begegnungen, die berühren

Warum sie das alles macht? Kornelia Wirtz muss nicht lange überlegen: „Ich helfe einfach gerne, wo es geht – und wenn es um Kinder geht, noch viel lieber.“ Besonders bewegen sie die Schicksale herzkranker Kinder und ihrer Eltern. „Man freut sich auf ein Baby – und dann erfährt man, dass es schwer krank ist, vielleicht sogar sterben könnte. Plötzlich steht das ganze Leben Kopf, der Boden wird einem unter den Füßen weggerissen.“

Sie selbst ist Mutter von zwei Töchtern – beide gesund. „Dafür bin ich sehr dankbar. Und genau deshalb möchte ich etwas zurückgeben.“ Tiefen Eindruck haben auch die Besuche vor Ort hinterlassen. „Gemeinsam mit Sylvia Paul habe ich die Kliniken in Aachen und in Bad Oeynhausen besucht. Wenn man die winzigen Babys sieht, die mit zum Teil schwersten Herzfehlern auf die Welt kommen und gleich nach der Geburt operiert werden müssen – das geht einem sehr nahe. Gleichzeitig relativiert es vieles im Leben. Man merkt, dass man sich über manche Alltagsprobleme gar nicht so aufregen sollte.“ In diesen Momenten spürt Kornelia Wirtz, dass jeder Beitrag, jeder Euro, den sie durch ihre Arbeit für die Stiftung KinderHerz erwirtschaftet, einen Unterschied macht – ein Stück Hoffnung für diese Kinder und ihre Familien.

Jeder Euro zählt

Rund zehn Stunden pro Woche steckt Kornelia Wirtz in ihr Ehrenamt. „Manchmal mehr, manchmal weniger – aber es beschäftigt mich das ganze Jahr über.“ Alle Erlöse aus den Verkäufen fließen in den großen Stiftungstopf – Geld, das dringend gebraucht wird, um wichtige medizinische Forschung zu fördern und bundesweit zahlreiche hochspezialisierte Kinderherzzentren zu unterstützen. „Es gibt so viele wichtige Projekte, die den herzkranken Kindern zugutekommen – ich weiß, dass die Stiftung das Geld dort einsetzt, wo es am dringendsten gebraucht wird.“

An Aufhören denkt sie nicht. „Die Arbeit ist spannend, abwechslungsreich und macht Freude. Und wenn ich mit meinen Verkäufen dazu beitragen kann, dass Leben gerettet werden und herzkranke Kinder einen besseren Start ins Leben bekommen, ist das für mich die schönste Belohnung für mein Engagement.“

Werte, die zählen

Verwandeln Sie Ihre kleinen Schätze in etwas Großes. Spenden Sie alten Schmuck, Gold oder Edelmetall – und retten Sie Kinderherzen.


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