Entzündungen im Kinderherzen frühzeitig erkennen

Kinder mit angeborenen Herzfehlern müssen oft direkt nach der Geburt operiert werden. Postoperative Entzündungen sind danach leider keine Seltenheit. Je früher diese erkannt werden, desto weniger belastend sind sie für die kleinen Patienten.

Projektort:
Deutsches Herzzentrum Berlin
(DHZB)

Zeitplan:
2 Jahre 

Projektleitung:
Prof. Dr. Katharina Schmitt

Fördervolumen:
209.300 €

Operation nur mit Herz-Lungen-Maschine - aber nicht ohne Folgen

Ohne den zwar lebensrettenden aber auch belastenden Einsatz der Herz-Lungen-Maschine sind diese Operationen nicht möglich. Postoperative Komplikationen können zum Beispiel Entzündungsreaktionen sein. Diese Entzündungen treten häufig auf - und es fehlen mess- und belastbare Parameter, sogenannte Biomarker, durch die solche Reaktionen frühzeitig erkannt oder sogar verhindert werden können.

„Es ist ein langer Weg, der einen langen Atem braucht. Aber wir haben ein Ziel vor Augen und wollen für unsere Herzkinder mit komplexen Herzfehlern die Zeit im Krankenhaus reduzieren und Komplikationen minimieren.“

Prof. Dr. Katharina Schmitt

So funktionieren Biomarker: Werte bestimmen und als messbare Parameter festlegen

Das Forschungsprojekt analysierte zunächst Mechanismen, die während der Herzoperation bei Kindern auftreten.

In einem nächsten Schritt wird nun die klinische Relevanz messbarer Parameter biologischer Prozesse genau untersucht, sogenannte Biomarker. Rund 130 Kindern wurde vor und nach der Herzoperation Blut abgenommen und diese Biomarker bestimmt. So werden der Krankheitsverlauf und das Auftreten von Komplikationen während und nach einer Operation am offenen Herzen bei Kindern beobachtet und Rückschlüsse für die klinische Bedeutsamkeit der Biomarker gezogen.

Die Freisetzung von Botenstoffen ist von Interesse.

Prof. Dr. Katharina Schmitt und ihr eingespieltes Team.

Zum Schutz wird das Gehirn während der Herzoperation gekühlt.

Die Blutproben werden mikroskopisch genau untersucht.

Biomarker als Botenstoffe erkennen und etablieren

Übrigens: Mit 88 Euro können Sie unsere Arbeit unterstützen

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem Biomarker: dem Kälteschockprotein CIRBP. Das Protein hat einen schützenden oder einen entzündungsfördernden Effekt - abhängig von seinem Vorkommen innerhalb oder außerhalb der Zelle. Dieser Biomarker dient als Botenstoff, der im Blut der Herzkinder gemessen wird und so belastbare Schlussfolgerungen auf den Krankheitsverlauf zulässt. Mögliche Komplikationen vor und während der Operation am offenen Herzen können dadurch zukünftig früher erkannt und Folgeschäden für die kleinen Herzpatienten minimiert oder gar verhindert werden.

Erste Auswertungen deuten darauf hin, dass das Kälteschockprotein CIRBP sowohl für die Diagnostik als auch im späteren Verlauf für therapeutische Ansätze genutzt werden kann. Dies gilt es zu verifizieren. Dann können die negativen Folgen von Operationen am offenen Herzen von kleinen Patienten weiter reduziert werden.

Helfen Sie mit. Spenden Sie jetzt!

 

Ein klares Ziel vor Augen

Prof. Dr. Schmitt über den aktuellen Stand

Ja, ich möchte Herzkindern helfen!

Mit meiner Spende ermögliche ich wichtige Forschung und Entwicklung.


Jetzt spenden und helfen!

Sie wollen mehr tun? Wir unterstützen Sie aktiv!

Wir legen viel Wert auf den persönlichen Kontakt. Zögern Sie nicht, uns bei Fragen oder Anregungen zu kontaktieren. 

Sie möchten Informationen zu einem anderen Projekt in Ihrer Region? Gerne erzählen wir Ihnen mehr über Wissenschaft, Vision und Zukunftsaussichten auch in Ihrer Nähe und wie Sie Teil davon werden können.

Roland Marzoch freut sich auf Ihren Anruf. 

Roland Marzoch
Projektleitung Förderbereiche und Spenderkommunikation

Kompaktinfos

Dieser Förderbericht „Biomarker Berlin“ gibt Aufschluss über den aktuellen Stand der Forschung und über neue Erkenntnisse, Fortschritte und Zwischenergebnisse des Förderprojektes.

Wir finanzieren aktuell über 30 Projekte. Dieses Dokument liefert einen Überblick und Zahlen, Daten und Fakten über die Stiftung KinderHerz.